PHILIPPINEN

Coron

Tag 1 (+Anreise)

Der Flug von Amsterdam nach Muskat ist reibungslos verlaufen. Der Flughafen in Muskat ist recht übersichtlich und bietet neben den blichen Ausstattungen die jeder Flughafen besitzt ein sog. Aerotel und kostenfreie Schlaflounges. Das Aerotel ist einem 4* Hotel gleichzusetzen, wird jedoch immer pro Stunde gebucht. Auf booking.com lassen sich für dieses Hotel recht günstige Preise finden (bis zu 50% günstiger als wenn man vor Ort bucht).

Ansonsten ist der Flughafen wie fast alle Flughafen in der arabischen Region ziemlich pompös vom Anblick und sehr gepflegt und sauber.

Nach unserem Aufenthalt über Nacht ging es am Morgen weiter nach Manila. Der Flug dauerte erneut 9 Stunden. Bis auf kleinere technische Probleme am Flughafen, die die Landung in Manila um rund 20 Minuten herausgezögert haben, war auch dieser Flug angenehm. 

Ankunft in Manila am Flughafen. Über den Flughafen haben wir bereits in den Wochen bevor wir geflogen sind einiges gelesen. Von weltweiten Rankings in denen der NAIA (Flughafen von Manila) gerade einmal den 5 schlechtesten Rang auf der ganzen Welt erreicht, über Horrorstorys die dringenst von einer Übernachtung in diesem Flughafen, bedingt durch den akuten Platz-, Hygiene- & Sitz-/Liegemöglichkeitenmangel abraten, bis hin zu Geschichten dass das Flughafengelände so verkommen ist das alleine der Transfer von Terminal 1 zu einem der anderen Terminals rund 2 Stunden dauern kann da die Straßen in einem angeblich schlechten Zustand sind.

Bei unserer Ankunft sah der Flughafen, gesehen von der Ankunftshalle, ziemlich gepflegt und sauber aus. Breite Gänge bieten reichlich Platz, ohne das Gefühl zu geben man wird in kleinen Viehställen eingepfercht. 

Bei der Immigration muss zuvor ein Auskunftszettel ausgefüllt werden, wie man es ggf. bereits aus anderen Ländern kennt. Für Touristen ist bis zu 30 Tage die Aufenthaltsgenehmigung kostenfrei! Aufenthaltsgenehmigung (!) da hier kein Visum benötigt wird.

Am Ausgang der Arrival-Hall lässt sich unmittelbar auf der rechten Gebäudeseite ein kleiner abgetrennter Bereich finden wo der Shuttlebus kostenfrei Personen & Gepäck zu den anderen Terminals bringt. Wir sind ebenfalls mit diesem Gefahren da wir von Terminal 4 weiterreisen mussten - und, entgegen vieler Behauptungen hat die Fahrt an allen Terminals vorbei gerade einmal rund 10 Minuten gedauert. Mag vielleicht zu den Stoßzeiten nochmals ein wenig länger dauern, von rund 2 Stunden kann jedoch nicht die Rede sein.

Ebenfalls in der Arrival-Hall (am Ausgang) lassen sich kleine "Holzbuden" finden, aus denen optisch geschätzte Teenager einem bereits aus weiter Ferne entgegenrufen. Die Holzbuden wollen verkaufen - richtig - aber: hier bekommt man als Tourist von den Mobilfunkanbietern "Globe" und "Smart" kostenfreie SIM-Karten die für 30 Tage gültig sind - wenn man dazu eine Guthabenkarte kauft. Die Preise sind hier um einiges günstiger als bei uns in der Heimat. So Kosten 7GB LTE Datenvolumen 499 Pesos, was rund 8 Euro entspricht, inkl. SIM-Karte.

Die Hektik, Systemlosigkeit, Unordnung und Unbersichtlichkeit von der man zuvor im Zusammenhang mit dem Manila Airport gehört oder gelesen hatte war am Terminal 1 nicht zu finden. Jedoch umso mehr an dem kleinen Terminal 4 welches für Innlandsflüge genutzt wird. Die Eingangshalle hat ca. die Größe von einem halben Fußballfeld, in welches sich die Check-In Schalter, die Passkontrollen, Sicherheitskontrollen und Gates quetschen. Die Gates und Sicherheitskontrollen sind hierbei durch eine Wand getrennt - das wars jedoch auch schon. Das Bilden von Schlangen aus Personen die sich anstellen ist kurzerhand von den Filipinos berworfen worden, welche immer weitere und "neue" Schlangen bildeten wenn irgendwo noch Platz zwischen zwei vorhandenen war. So ist anschließend auch die Atmosphäre in dem Wartebereich der Gates. Immer neue und größere Menschenmengen strömen in die Halle, nahezu alle Sitzplätze sind belegt - hier bekommt man jedoch fast immer einen wenn man mit den Leuten spricht und freundlich fragt. 

Als zum Boarding für unseren Flug aufgerufen wurde, mit fast 1 Stunde Verspätung (Cebu Pacific soll als Airline für die Verspätungen bekannt sein, AirAsia hat an diesem Flughafen jedoch auch Probleme), fiel uns ein Stein vom Herzen. Boarding in eine kleine Propellermaschine mit ca. 30 Sitzplätzen. Anschließend wieder rund 1 Stunde in der nichts passiert ist - Technische Probleme am Flughafen: Die Lampen an der Startbahn waren ohne Funktion. Diese kleinen Störungen scheinen also oftmals der Grund für Verspätungen zu sein - nicht die Airlines selber. 

 

 

Nachdem wir fast 2 Tage gebraucht haben um in Coron (Busuange Airport) anzukommen, haben wir umgehend in unserer Unterkunft eingechecked, uns ein wenig die Umgebung angesehen und dabei einige Dinge für die kommenden Tage organisiert, eine erste traditionelle philippinische Mahlzeit zu uns genommen und haben uns den Rest des Tages von der anstrengenden Anreise erholt. Die Anreise auf die Philippinen ist oftmals mit mehreren Zwischenstops und Umstiegen an den üblichen Umschlagpunkten auf dem Weg nach Südost-Asien verbunden. Die Dauer unserer Anreise ist also nicht unheimlich außergewöhnlich.

Der kleine Ort wirkt auf den Straßen unheimlich lebhaft - und laut. Die Tricycles die für die Philippinen ein übliches Fortbewegungsmittel sind, besitzen unheimlich laute Motoren - die Menge der Tricycles die auf den Straßen unterwegs sind ergeben einen unheimlichen Lärm. Bereits am ersten Tag ist es heiße 33°C. Die Sonne brennt zur Mittagszeit auf der Haut. Perfekter Start in den Urlaub!

Tag 2

Heute war "Islandhopping" das Tagesprogramm. Mit dem Tricycle am Pier angekommen, an dem die kleinen Holzboote mit Bambusauslegern an- & ablegen, wird man dem nächsten Boot dass das Pier verlässt und die gewünschten Orte ansteuert zugewiesen. Die Boote legen in Reihen, hintereinander am Pier an, d.h. man muss zunächst über einige Boote balancieren und klettern bevor man auf dem richtigen ankommt. Neben einem Steuermann sind noch weitere Locals an Deck, welche alle anderen Aufgaben an Deck übernehmen (Anker werfen & einholen, Steuermann koordinieren usw.).

 

Das Boot hielt zunächst am sog. Barracuda Lake. Das Boot ankerte im rund 6m tiefen Wasser, ca. 50 Meter von einem provisorisch angebrachten Holzsteg. Die restliche Strecke musste man schwimmen. An dem kleinen Holzsteg war eine ebenso provisorische Holztreppe, welche an dem dahinterliegenden grauen Steinfelsen angebracht war und über dessen Kamm führte. Auf der anderen Seite des Kamms sah man bereits den tiefblau leuchtenden See. Der Barracuda Lake besteht zu 70% aus Süßwasser und 30% Salzwasser. Das Süßwasser besitzt dabei eine Temperatur von rund 31°C und die obere Salzwasserschicht ca. 38°C. Durch die Temperaturen und das Mischwasser befinden sich keine Fische in dem See.

 

Der zweite Halt war an den sog. "Twin Lagune".

Die zwei Lagunen sind durch eine Felswand voneinander getrennt. Man kann jedoch unter dieser Felswand durchtauchen, bei niedrigem Wasserstand sogar schwimmen. Hier haben wir die ersten Fische gesehen - wenn auch nicht viele. Das Panorama der grauen Felsen die die Lagunen umgeben in Kombination mit dem leuchtend, kristallklaren blauen Wasser ist hier der Blickfang.

 

Von dort ging es zum "Coral Garden" & dem "Skeletonwreck"

Das Skeletonwreck ist ein Schiffswrack welches vertikal gesunken ist. Der Bug schaut aus dem Meeresboden hervor. Rund 4-5 Meter sind sichtbar und gut intakt. Im Freedive kann man sogar komplett hindurch tauchen, da sich das Wrack lediglich in einer Tiefe von rund 4-5m befindet.

Das kleine Riff mit dem Namen "Coral Garden" schließt direkt an die Umgebung des Skeletonwrecks an. Hier haben wir neben kleineren Schwärmen auch die ersten bunten Exoten zu Gesicht bekommen. Neben Anemonenfischen/Clownfischen  und Halfterfischen haben wir sogar Kugelfische und eine Seeschlange (Plattschwanz-Natter) gesehen. Auch wenn beide giftig sind, lässt man sich bei solch einem Anblick die Möglichkeit natürlich nicht nehmen ein Foto zu machen.

 

Danach haben wir Pause an einem kleinen Strand gemacht und dort gegrillt. Neben gegrilltem Fisch, Hühnchen und Spanferkel gab es Muscheln, Seegras und Früchte (Wassermelone und Ananas) - zu unserer Enttäuschung aber leider keine Mango - obwohl die Filipinos selber stolz auf "ihre Mangos" sind da diese als die besten der Welt gelten. 

 

Gesättigt sind wir nach einer welligen Fahrt am Kayagan Lake angekommen.

Um zu der Süßwasserlagune zu gelangen, welche als die sauberste Lagune der Philippinen zählt, muss man wie bereits beim Barracuda Lake die davorliegende Felswand überqueren. Auf der einen Seite führen rund 200 Treppenstufen hinauf, auf der anderen rund 300 Treppenstufen hinunter. Am höchsten Punkt lässt sich ein Blick auf das wohl bekannteste Landschafspanorama der Philippinen werfen. Die Bucht mit kristallklarem Wasser die von den grauen, aus dem Wasser ragenden, Felsen umgeben wird.

Der Kayagan Lake selber ist recht unspektakulär. Bedingt durch die Tatsache dass das Wasser so klar ist, hat man Sichtweiten von rund 15-20 Meter unterhalb der Wasseroberfläche. Er ist zum Schwimmen prima, zum Schnorcheln jedoch leider nicht da sich dort kaum Fische aufhalten.

 

Letzer Halt war am "Siete Pecados Marinepark".

Dieses Riff gilt als belebt und als einer der besten Schnorchelspots auf der Insel Palawan. Auch hier lassen sich viele verschiedene und bunte Fische finden in der großen, intakten Korallenanlage. 

 

Auf den Philippinen haben die Seeigel in so ziemlich allen Gewässern die Vorherrschaft, weshalb unbedingt Aquaschuhe genutzt werden sollten. Ebenso befinden sich in einigen Gewässern auch andere ungebetene Gäste auf die man Acht haben sollte. Nachdem wir im Anlegebereich am Kayagan Lake noch eine Runde schwimmen gehen wollten (Wassertiefe rund 35 Meter) wieß uns kurz nachdem wir ins Wasser gesprungen sind einer der Locals auf einen Quallenschwarm hin welcher sich in unmittelbarer Nähe befand.

Die Nesseltiere sind kaum von der Wasseroberfläche aus zu erkennen, auch bei mehrmaligem Hinsehen - treten in diesen Regionen jedoch meistens in größerer Anzahl auf. 

 

Nachdem wir zurück an Land angekommen waren haben wir uns noch als Abendessen gegrillten Fisch, Schweinespieße und Hühnchenspieße vom Straßenstand gegönnt. Dazu ein typisches San Miguel - das Traditionsbier auf den Philippinen.

 

Tag 3

Der letzte Tag in Coron. Heute ging es mit der Tauchschule "Neptune Divers" raus aufs Meer zum Tauchen. Der erste Tauchgang sollte an der Küste von "Dimanglet Island" stattfinden. Dimanglet Island gilt als lebhafter Tauchspot in der Region um Coron. Das Gewässer ist recht flach abfallend und das Riff vor der Küste reicht bis in ca. 14m Tiefe. Optimal also um dort den ersten Tauchgang im Meer zu absolvieren. Als Divemaster/Instructor wurden wir den Tag von "Mimi" begleitet. Die Ausrüstung, inkl. Sauerstoffflaschen und Verpflegung auf eines der Boote - welche übrigens als Bankas bezeichnet werden - geladen und los gings. Nach einer rund 20 Minütigen Bootsfahrt erreicht man die kleine, unscheinbare Insel welche in den ersten Metern umgeben von kristallklarem, hellblauem Wasser ist. 

Nach rund ~10 Meter von der Küste geht das seichte hellblau in ein tiefes dunkelblau über - der Meeresgrund ist ab dort nicht mehr sandig da dort das Riff beginnt. 

Nach kurzer Einführung ging es los. Vorbei an Korallen, unzähligen Fischarten, Anemonen und unzählig anderen Meerestieren bis auf rund 10-12m Tiefe. Das Gefühl ist hin und wieder gewöhnungsbedürftig: Blickt man zu der einen Seite, befindet sich dort ein farbenfrohes Riff voller Leben. Blickt man auf die andere Seite, sieht man lediglich ins "ewige Schwarz" ohne zu wissen oder zu sehen was sich auf dieser Seite in der Ferne befindet. Erst dadurch wird einem wirklich bewusst das man sich auf dem offenen Meer befindet und die Möglichkeit sich dort zu "verirren", gefesselt von den faszinierenden Eindrücken, ziemlich groß ist. 

Nach dem ersten Tauchgang der prima verlaufen ist, gab es an Board der Banka Essen. Bicol Express, ein Curry und das "Powerfood" der Filipinos: Reis. Zudem fritierte kleine Fische.

Nach dem Essen wurden die Sauerstoffflaschen gewechselt bzw. durch neue ersetzt & kurz darauf fuhr das Boot auch schon los zum zweiten Tauchspot. 

Eine kleine Insel die zu der Inselgruppe "7 Islands" gehört und den Namen "Alcatraz" hat sollte diesmal unser Ziel sein.

Das Boot ankerte rund 50 Meter vor der steilen Felsküste der kleinen Insel die wie eine Festung aus dem Meer ragt. Das Riff befindet sich entlang der gesamten Küste dieser Insel, ist jedoch von einer Seite oftmals von einer extrem starken Störmung betroffen. Die Wassertiefe an der das Boot ankerte war rund 100m, dadurch konnte man den Meeresgrund dort bereits nicht mehr sehen - auch wenn dies ein mulmiges Gefühl hinterlässt und die meisten auf dem Boot lieber näher an der Küste angelegt hätten - jedoch können die Boote zum Schutze der Riffe nicht überall ankern sondern lediglich außerhalb der Riffbereiche damit beim Auswerfen des Ankers keine Korallen oder andere wichtige Meereskulturen zerstört werden. 

Der zweite Tauchgang wurde entlang der steilen Riffwände durchgeführt. Auch hier ließen sich unzählige Meerestiere wie Anemonenfische, Schnecken, Würmer, unzählige Fischarten und Krebstiere sehen. Das Riff war äußerst Imposant, da die Wände wie steile Klippen vor einem in Richtung Oberfläche ragen. 

Erschöpft aber zufrieden mit den Eindrücken die man heute beim Tauchen sammeln konnte ging es anschließend wieder zurück zum Pier.

Kurze Anmerkung: Ganz besonders finden wir den Einsatz der Divemaster/Instructoren die wir heute gesehen und kennenlernt haben (neben unserer war ein weiterer auf der Banka mit einer 2-Personen Gruppe) da diese bei jedem Tauchgang sämtlichen Plastikmüll den sie sehen aus dem Meer holen und diesen anschließend gerecht entsorgen - ihr Beitrag zum Umweltschutz.

 

Nach dem Tauchen haben wir anschließend den Mount Tapyas, welcher am Stadtrand von Coron liegt, über seine rund 720 Stufen "bestiegen". Von oben hat man einen wundervollen Blick auf die kleine Stadt und das dahinter liegende Meer mit den vielen Inseln die zu den Philippinen gehören und das Land so besonders machen. Anstrengend bei Temperaturen von rund 35°C am späten Nachmittag. 

Von dort sind wir Essen gegangen. Eine gemischte Platte aus Seafood und Fleisch wurde auf Bananenblättern serviert, welche eigentlich für 4 Personen gedacht war. Unser Hunger war aber riesig nach dem aufregenden Tag :-)

 

 

Wir haben vom zweiten Tauchgang einen Teil mitgefilmt - können diesen aber leider nicht hochladen da das Internet unheimlich langsam ist und dies von Coron aus definitiv nicht möglich ist. Wir versuchen das Filmmaterial morgen hochzuladen und fügen es dann ein.

 

Moalboal

Tag 1

Heute am frühen Morgen sind wir von Coron aufgebrochen in Richtung Busuanga Airport. Der Flughafen ist sehr klein und besteht nur aus einem Terminal welches Ankunft und Abflug zusammen beinhaltet. Die Räumlichkeiten sind lediglich durch rund 2 Meter hohe Wände voneinander getrennt, diese sind jedoch nach oben offen und die rustikale, trostlose Industriehallendecke aus Stahl ist in rund 5-6m Höhe zu sehen. Zu unserer Verwunderung verließ das kleine Bombardier-Flugzeug mit Propellerantrieb den Boden rund 25 Minuten früher als den Angaben auf unseren Boardingpässen. Egal - wir haben Zeit gespart die wir ansonsten lediglich am Flughafen gewartet hätten. 

Der Flug von Coron nach Cebu dauert rund 1 Stunde und 20 Minuten. Der Flughafen auf Cebu (Cebu ist nur die Insel) ist das zweite internationale Drehkreuz des Luftverkehrs, neben Manila, auf den Philippinen. Der Flughafen selber befindet sich neben der Hauptstadt der Insel (Cebu City) in der Stadt "Lapu-Lapu City" welches rund 20 Autominuten von Cebu City entfernt liegt. Vom Flughafen haben wir ein Taxi in Richtung "Southern Bus Terminal Cebu City" genommen. Fahrzeit waren rund 50 Minuten und 15km, genau durch die Rushhour der Stadt. Gekostet hat die Taxifahrt gerade einmal 320 Pesos, was ca. 5-6 Euro entspricht. Am Flughafen gibt es zwei verschiedene Arten von Taxen. Weiße und Gelbe. Die Taxen unterscheiden sich neben dem Betreiber (weiß = staatlich ; gelb = privat) auch in den Startpreisen (weiß = 40 Pesos ; gelb = 70 Pesos). Da vor Taxifahrten auf den Philippinen, bedingt durch Raubüberfälle oder andere kriminellen Delikte, oftmals gewarnt wird, sollte man sich aus Sicherheitsgründen für die weiße Variante entscheiden. Ein Mitarbeiter am Taxistand nimmt zuvor den gewünschten Zielort auf und gibt Zettel mit Notfallhotlines, Fahrzeugnummer und dem Fahrernamen zu dem jeweiligen Taxi an die Passagiere aus - und dies selbst bei den staatlichen Taxen. 

Das südliche Busterminal ist vergleichbar mit einem Busbahnhof in Deutschland, nur das man hier am Eingang wie am Flughafen durch eine Sicherheitskontrolle muss. Zudem werden Handtaschen, Rucksäcke o.Ä. auf Waffen und Drogen durchsucht. Eine zusätzliche Einrichtung direkt neben der Sicherheitskontrolle ist dafür da um gefundene, auffällige Substanzen zu testen und festzustellen ob es sich um Rauschgift handelt oder nicht. Das Terminal selber ist für uns recht unübersichtlich, die Leute sind aber alle sehr hilfsbereit - hier kann man sich also ohne große Probleme zu dem Bus durchfragen den man nehmen möchte.

Wir haben den Bus von dem Unternehmen "Ceres Liner" (Gelb) nach Moalboal, was südlicher auf Cebu liegt genommen - dieser wollte gerade abfahren als wir an der richtigen Haltestelle angekommen sind. Die rund 3 stündige Fahrt kostet je nach Kassierer unterschiedlich viel. Das Bussystem funktioniert folgendermaßen: Man steigt ein und setzt sich hin. Der Kassierer kommt früher oder später zu einem und fragt wohin man fahren möchte. Dieser locht ein unübersichtliches Ticket auf einem Abreissblock ab, welches man ausgehändigt bekommt. Den darauf abgelochten Preis muss man zahlen - manchmal wird das Geld erst im späteren Fahrtverlauf abkassiert. Das Ticket von Cebu City nach Moalboal kostet mal mehr und mal weniger - oftmals scheint es von der Laune der Kassierer abhängig zu sein - es sollte jedoch nicht mehr als 300 Pesos (rund 5 Euro) kosten.

Der Kassierer entscheidet übrigens im Ernstfall wo man zu sitzen hat, da er den Überblick über die Personen behalten muss wer Ein- & Aussteigt und wer bereits bezahlt hat und bis wo - denn auch er wird hin und wieder von anderen Mitarbeitern kontrolliert die die abgelochten Karten von seinem Abreissblock und die Personenanzahl im Bus kontrollieren. 

 

Nachdem wir in Moalboal angekommen sind haben wir in unserer Unterkunft eingechecked. Die nächsten zwei Nächte verbringen wir im Quo Vadis Dive Resort, welches direkt am Meer liegt. In der Umgebung befindet sich ein kleiner Markt auf welchem es frische Früchte und frisches Gemüse gibt, welchen wir uns noch angesehen haben und uns Mangosteen und Mangos gekauft.

 

Morgen gehen wir erneut Tauchen. Zuerst am Riff direkt von der Tauchschule, anschließend beim "Sardine Run".

 

Tag 2

Heute haben wir zwei weitere Tauchgänge mit der Tauchschule von unserer Unterkunft (Quo Vadis Dive Resort) gemacht. Der erste Tauchgang fand nach kurzer Unterweisung von unserem Divemaster (Simon aus Großbritannien) am Hausriff direkt vor der Tür statt. Wenn man das Wort "Hausriff" hört verbindet man damit eigentlich immer Riffe die mehr schlecht als recht sind und nur notdürftig als Location dienen um Übungstauchgänge durchzuführen. Das Hausriff von Quo Vadis ist jedoch einmalig. Simon sagte uns bereits im Vorfeld, dass das Riff sehr lebhaft ist und neben vielen bunten Fischarten auch Krebse, Calamari, Mandarinfische und sogar Meeresschildkröten beheimatet.

Das Riff fällt flach ab, besitzt eine Stufe die zwischen 10 und 12 Metern tief ist und geht anschließend in eine Steilwand über die bis zu 55 Meter tief ist. Unser Tauchgang fand auf der Stufe zur Steilwand statt. 

Das Riff ist noch viel belebter als die Riffe die wir in Coron gesehen haben. Bereits in den ersten Metern tümmeln sich riesige schwärme von kleinen Fischen sowie reihenweise Kugelfische in unterschiedlichen Farben und Größen.

Auf dem ersten Tauchgang, welcher rund 40 Minuten dauerte haben wir bereits 4 Meeresschildkröten gesehen. Die Tiere haben ein unheimlich schönes Muster und sehen aus wie "gemalt". Wahnsinn.

 

Nachdem wir gegen Mittag wieder an Land waren und uns aus dem Equipment gepellt haben, war es Zeit für eine kleine Pause. Mittagessen, ein kaltes Getränk und ein kurzer Gedankengang ob man den geplanten zweiten Tauchgang wirklich am sog. "Sardine Run" oder doch eher an einem anderen Spot durchführen soll. Wir entschieden uns für den "Sardine Run". 

Der als "Sardine Run" bezeichnete Ort ist der Ballungsort von Sardinen. Sardinen weisen ein bislang nicht ganz erforschtes Verhalten auf. Sie kommen einige Kilometer weiter in unterschiedlichen Buchten zur Welt und versammeln sich zum Sonnenaufgang am "Sardine Run". Wenn die Sonne untergeht kehren sie zurück in ihre Buchten. Bis zum nächsten Tag. 

Der Sardine Run in Moalboal ist, nach dem Sardine Run in Südafrika der zweitgrößte der Welt. Einige Millionen (kurz nach der Hauptpaarungszeit bis zu 15 Millionen) Fische finden sich hier in riesigen Schwärmen zusammen. Der "Sardine Run" auf der Philippinen ist erst seit rund 5 Jahren an der Küste Moalboals - zuvor gab es mehrere Runs an Küsten anderer Inselns der Philippinen. Nachdem 2013 der Tropensturm "Haiyan (Yolanda)" über das Land fegte, haben sich die Runs an die Küste Moalboals verlagert. Bis heute ist unklar weshalb und damit auch unklar ob die Sardinen eines Tages wieder den Ort an dem sie sich zusammenfinden wechseln.

Unter Wasser wird einem erst wirklich klar, was "einige Millionen Fische als Schwarm" bedeutet. Wenn man auf einen der Schwärme zuschwimmt, fühlt es sich an als hätte man selber eine riesige Blase um sich die die Sardinen vorsichtig zur Seite drängt. Ohne Berührung machen sie Platz - selbst für die aufsteigenden Luftblasen die der Regulator beim Ausatmen von sich gibt.

Über, unter, neben, vor und hinter sich befinden sich zeitweise unmengen an Sardinen die zeitweise das einfallende Tageslicht, welches durch die Wasseroberfläche eintritt, verdecken. Ein absolut einmaliger Anblick und ein einmaliges Erlebnis. "Oh mein Gott" waren Jennys ersten Worte nachdem wir unser BCD mit Luft gefüllt hatten und die Masken an der Wasseroberfläche abnahmen. 

 

Nach dem gelungenen Tag, haben wir unsere Rucksäcke gepackt für die Abreise am Morgen und haben uns noch einige San Miguel an der Bar direkt an der Küste gegönnt.

Morgen geht es nach Oslob, da wir dort mit den Walhaien tauchen bzw. Schnorcheln wollen.

 

Das Internet ist scheinbar überall auf den Philippinen sehr dürftig. Wir haben nun drei Videos + die Bilder unserer ersten Tauchgänge in Coron hochgeladen.

Oslob

Von Moalboal haben wir heute morgen den Bus (vom Unternehmen "Ceres Liner" mal wieder) genommen welcher direkt vor der Polizeistation in Moalboal hält und abfährt. Eine richtige Bushaltestelle ist nur in die andere Richtung vorhanden, in Richtung Oslob bleiben die Leute die einsteigen wollen einfach am Straßenrand gesammelt an der Polizeistation stehen - der Busfahrer weiß bescheid ;-)

"Wow. Ein richtiger Reisebus mit Klimaanlage" dachten wir uns als der Bus vorfuhr. Aber: Wie in fast allen anderen Ländern Südostasiens ist ein Bus nicht voll nur weil alle Sitzplätze belegt sind. Der Bus was dermaßen vollgestopft mit Menschen das man sich nicht einmal festhalten musste im Gang und trotzdem keine Angst haben musste umzufallen. 

Der Bus kostet ca. 100 Pesos pro Person, also weniger als 2€ Es gibt keine direkte Verbindung mit dem Bus nach Oslob, umsteigen muss man in Bato - übrigens ist es der selbe Bus wenn man nach Liloan zum Fährhafen möchte und auch in diesem Fall muss man in Bato umsteigen.

Wir haben uns, bedingt durch die Tatsache das ab Morgen die "Holy Week" (Heilige Woche) wegen Ostern auf den Philippinen anfängt dazu entschieden von Bato zunächst zum Fährhafen nach Liloan zu fahren um dort in Erfahrung zu bringen ob am "Holy Friday" (Heiliger Freitag) die Fähre nach Siquijor fährt. Ein Tricycle von Bato nach Liloan zum Fährhafen kostet ca. 50 Pesos pro Person und braucht rund 10 Minuten.

Glück gehabt: Die Fähre soll fahren - wie geplant um 10 Uhr Morgens.

Weiter nach Tanawan, ein Ortsteil von Oslob. Der wohl wichtigste Ortsteil von Oslob, da hier vor der Küste der Spot schlecht hin ist um Walhaie zu sehen. Es befinden sich das ganze Jahr über mehrere der riesigen Tiere in der Region, da die Tiere dort von den heimischen Fischern angefüttert werden. Die größten Fische (ja, Walhaie sind Fische. Keine Haie. Keine Wale.) der Erde haben also keinen Grund den Ort zu verlassen - leider. Bei unserer Ankunft war der heutige Tag leider - im nachhinein vielleicht sogar "zum Glück" ausgebucht. Morgen darf man das Areal nicht betreten wegen dem "Holy Friday". 

"Leider" weil wir die Tiere sehr gerne gesehen hätten und dies eins unserer Highlights auf den Philippinen gewesen wäre.

"Zum Glück" weil wir erst vor Ort gesehen haben wie der Ort wahrlich überlaufen von Touristen aus China, Korea und den Philippinen selber ist und das dauerhafte Füttern der Tiere deren natürliche Lebensweise in keinster Weise unterstützt.

 

Damit der Ausflug und Tag in Oslob dann doch nicht komplett umsonst gewesen ist, haben wir uns die Tumalog Falls (Wasserfälle von Tumalog) angesehen. Um den paradisischen Wasserfall zu erreichen muss man zunächst rund 4km bergauf, danach rund 2km bergab gehen. Die Hitze der Mittagssonne ist dabei natürlich keine Hilfe. Immerhin haben wir auf dem Weg das erste mal unsere absolute Lieblingsfrucht gesehen: Jackfruit! Auch wenn diese leider nur am Jackfruitbaum hing, aber das steigert unsere Hoffnung in den kommenden Tagen doch noch Jackfruit zwischen die Zähne zu bekommen. Unterhalb der Tumalog Falls befindet sich ein See mit dem Wasser das von oben kommt. Hier kann & darf man schwimmen. Das Wasser fühlt sich eisig kalt an, ist jedoch wahnsinnig erfrischend bei den herrschenden Temperaturen.

 

Morgen früh reisen wir wie geplant nach Liloan um von dort die Fähre nach Siquijor zu nehmen wo wir anschließend eine ganze Woche verbringen werden.

Siquijor

Tag 1

Siquijor. Das ist der Name der kleinen Insel die südlich von Cebu liegt. Im Norden befindet sich Mindanao, die wohl umstrittenste Insel der Philippinen da dort das Kriegsrecht herrscht und von Reisen nach Mindanao, vom Auswärtigen Amt, abgeraten wird. Siquijor ist jedoch unbedenklich - zumindest für uns. Die Einheimischen bzw. viele der Filipinos sehen dies anders da es Geschichten und Mythen von Siquijor gibt die besagen das es auf der Insel spukt und sowohl Hexen als auch Magier auf der Insel leben. Das alte Volk der Ureinwohner der Insel stellt bis heute Tränke aus Kräutern, Wurzeln, Insekten und Säften aus Bäumen her, welchen auf der Insel magische Kräfte nachgesagt werden. Zudem ist es möglich sich von den "starken magischen Kräften" verzaubern oder heilen zu lassen. 

Okay, genug davon - wir sind nicht hier um uns verzaubern zu lassen oder uns irgendeinen Mischmasch aus Unkraut, Wurzeln und sonstigem Allerlei andrehen zu lassen. Siquijor gilt bedingt durch seine Geschichten als ruhiges Fleckchen auf der Landkarte mit wunderbaren Stränden und als perfekter Ort um entspannen zu können - ohne dabei vom Tourismus überlaufen zu sein wie andere Orte wie Puerto Princessa oder El Nido. 

Nachdem wir gestern bereits erfahren hatten das bedingt durch die "Holy Week" bzw. insbesondere am Freitag ("Holy Friday" oder "Good Friday") fast alles im Land geschlossen hat, haben wir uns heute Morgen zum Fährhafe begeben an dem wir gestern bereits nachgefragt hatten ob die Fähre trotz der Feiertage abfährt.

Punkt 10 Uhr startete die Fähre in Richtung Siquijor (Larena Pier). Am Eingang zum Fährterminal muss man sich in eine Liste eintragen, damit nachvollzogen werden kann wer sich auf welcher Insel aufhält. Zusätzlich muss eine Fährterminalgebühr von 5 Pesos entrichtet werden. Das Ticket für die Fähre kauft man, wie bereits im Bus, auf der Fähre. Der Kassierer kommt irgendwann und drückt einem das Ticket in die Hand und verlangt 200 Pesos pro Person. 

Nachdem wir in Larena, einem Ort von Siquijor, am Fährhafen angekommen waren haben wir ein Tricycle in Richtung Norden der Insel genommen zu unserer Unterkunft. Die Tricycle haben hier feste Preise und haben ihre Preislisten im Innenraum der Fahrzeuge ausgehangen. Orte die jedoch nicht auf ihrer Liste stehen können verhandelt werden. Unser kleiner Bungalow liegt direkt am Strand. Zwischen unserem Balkon/Terrasse liegen, je nach Gezeiten des Meeres, und dem Wasser lediglich 2 Meter. Wir können über eine kleine Treppe unmittelbar ins Meer und haben nach rund 100 Metern ein gesundes Korallenriff vor der Türe - das wir uns die kommenden Tage noch ansehen werden.

Wir haben uns für die gesamten Tage einen Roller gemietet, da fast alle Ortschaften an der Küste liegen und mit einer Ringstraße, die komplett um die Insel führt, verbunden sind, sind die Wege die man zurücklegen muss ziemlich weit und die öffentlichen Transportmittel sind rar. Neben ein paar Tricycles und Jeepneys gibt es keine anderen Transportmöglichkeiten auf der Insel.

 

Wir haben uns bei Ebbe den sehr leicht abfallenden Strandabschnitt bis zum Korallenriff vor unserer Tür angesehen, an dem selbst bei Ebbe noch einige Tiere wie Seesterne, Seeigel, kleinere Fische, Würmer, Schnecken und Krabben in großer Anzahl im Watt zu finden sind.

Morgen werden wir mit der Inselbesichtigung anfangen da, ab morgen auch alles wieder geöffnet hat.

Am Abend haben wir auf unserer Terrasse die Route für Morgen geplant und wurden dabei von einem Tokeh besucht der scheinbar im Dach der Terrasse lebt. Tokehs sind ungewöhnlich große Geckos die bis zu 35 Zentimeter groß werden können. Neben der Tatsache das sie nützlich sind da sie alle Arten an Insekten von groß bis klein verschlingen, können sie leider aber auch ziemliche Störenfriede sein da sie einen markanten lauten Ruf von sich geben.

 

Die Osterzeit wird auf den Philippinen übrigens groß gefeiert. Die Zeit wird "Holy Week" genannt und jeder Tag hat in den Örtlichkeiten eine andere Tradition. Die kleinen Orte werden festlich geschmückt und dekoriert, Straßenzüge werden aufgestellt. Den Filipinos ist das Fest so wichtig das in einigen Regionen Menschen "kruzifiziert" werden auf eigenen Willen. In Carcar (wir haben diesen Ort auf dem Weg von Moalboal nach Oslob passiert) lassen sich Leute Jahr für Jahr, freiwillig, ans Kreuz nageln. Mit bis zu 7-15cm langen Nägeln werden Hände und die übereinanderliegenden Füße ans Kreuz genagelt, bei vollem Bewusstsein - lediglich "um Opfer für die Gesellschaft zu bringen" verbringen sie den Freitag am anschließend aufgerichteten Kreuz.

Tag 2

Heute haben wir die westliche Seite bis zur Hauptstadt der Insel erkundet. Die Hauptstadt der Insel trägt den Namen "San Juan", hat 15000 Einwohner, die auf 45km² leben. San Juan sieht auf den ersten Blick aus als würde es nur rund hundert Meter an der großen Ringstraße die um die Insel führt liegen. Der Großteil der Bevölkerung lebt jedoch nicht im Zentrum sondern auf den Flächen in Richtung Inselmitte da die Küsten sog. "Tsunami Hazard Zone" sind auf welche durch Warnhinweisschilder hingewiesen am Straßenrand hingewiesen wird. Die Evakuierungsrouten sind ebenfalls ausgeschildert. Durch die Tatsache sind die Einwohner recht weit verstreut, wodurch die Stadt auf eine Bevölkerungsdichte von 335 Einwohner pro km² kommt. Aachen hat 1531 Einwohner je km² - so um einen Vergleich zu haben.

 

Auf dem Weg nach San Juan im Südwesten der Insel befindet sich ein kleines Restaurant Namens "Luca Loco" welches für seine "Smoothie Bowls" als Frühstück bekannt ist. Die Smoothie Bowl wird mit saisonalem Obst zubereitet und mit Superfoods aufgepeppt. Macht satt und ist mal eine Abwechslung zum Filipino-Frühstück was idR. aus Reis mit Fleisch (Wurst, Bacon, Spanferkel, Corned Beef o.Ä.) besteht. 

 

Nach dem Frühstück sind wir zum "Balete Tree" bei Lazi gefahren. Der Baum ist der älteste Baum auf Siquijor und wird um die 400 Jahre alt sein. Seine ungewöhnliche Verwucherung aus Wurzeln ist dabei besonders auffällig. Vor dem Baum ist ein öffentliches "Fuß-Spa" mit Doktorfischen, welche tote Hautschuppen von den Füßen knabbern. Man wird von den Locals ein wenig verwundert angeschaut wenn man sich dazu gesellt, da dies kein gewohnter Anblick für sie ist - aber auf eine herzliche und freundliche Art und Weise.

 

Wir sind anschließend zum Lugnason Wasserfall in Lazi (Südlichster Ort Siquijors) gefahren. Der Wasserfall hat unterhalb seinem Gefälle ein großes Becken in dem sich das Wasser staut. Bedingt durch die Felsen die den Wasserfall umgeben läd dieses zu Sprüngen von den darüber gelegenen Klippen ein. Ein "Schwungseil" ist in den umliegenden Bäumen angebracht um sich von den Klippen ins Wasser schwingen zu können - ganz wie Tarzan sich an Lianen durch den Dschungel schwingt. 

Bedingt durch die Höhe wird der Wasserfall jedoch oft als gefährlich bezeichnet. Es gibt sogar Berichte von Todesfällen, da das Wasserbecken nicht überall ausreichend tief für Sprünge aus 5-8m Höhe ist und die Felslandschaft am Grund von der Oberfläche aus nicht gesehen werden kann. Wer sich unsicher ist und unbedingt springen will, sollte vorher einen der Locals fragen die an der Eingangszone in einer kleinen Holzhütte ihren Mittag verbringen. Diese sind idR gerne bereit und zeigen welche Stellen bedenkenlos sind.

Das Wasser ist kühl und erfrischend und läd zu einem Bad ein.

 

Von dort sind wir zum Paliton Beach im Westen der Insel gefahren. 

Vom Lugnason Wasserfall liegt der Strand in Richtung Larena, ganz im Westen der Insel. Der Strandabschnitt ist klein, dafür aber sauber, das Wasser ist traumhaft blau und klar und das beste: Es befindet sich ein Marinepark direkt vor der Tür in dem man wunderbar Schnorcheln kann.

 

Nach dem Strandbesuch haben wir noch zu Abend gegessen (hier gab es das erste mal "Mangofloat", ein Dessert welches als eins der besten Desserts auf den Philippinen gilt. Biscuit, süße Creme und Mango geschichtet) und uns dann auf den ca. 50km langen Rückweg gemacht. Auf den Philippinen ist die maximal erlaubte Höchstgeschwindigkeit idR. immer 30km/h oder max. 50km/h - wodurch, für unsere Verhältnisse, kurze Strecken oftmals einiges an Zeit in Anspruch nehmen.

Auf dem Rückweg haben wir in Larena das erste mal einen Supermarkt auf den Philippinen betreten - zugegeben: es ist auch der erste Supermarkt den wir bislang gesehen haben. Anders als bei uns wird am Eingang eine Taschenkontrolle durchgeführt und raus kommt nur, wer seinen Kassenbon vorweisen kann und auch nur die Artikel im Rucksack hat die auf dem Kassenzettel zu finden sind. Diese Kontrollen werden von Sicherheitspersonal durchgeführt.

Mit leichtem Sonnenbrand werden wir uns morgen auf die östliche Hälfte der Insel begeben.

 

Das Internet ist hier bislang besser als zuvor. Die Videos vom Sardine Run wurden nachträglich oben im Abschnitt von Moalboal hochgeladen.

Tag 3

Heute haben wir einen ersten Ausflug auf die östliche Inselseite gewagt - mussten uns jedoch zu Beginn des Tages erst einmal mit einem leidigen Thema auseinandersetzen: Geld.

An Geld zu kommen kann auf Siquijor manchmal ein Problem darstellen. Viele der Geldautomaten auf den Philippinen akzeptieren lediglich Karten von philippinischen Kreditinstituten und lehnen die für uns im Ausland meistens genutzten VISA-/ MasterCard-Karten ab. Es gibt einige Banken die konsequent unsere Karten akzeptieren. Dazu gehören BancNet, PNB (Philippine National Bank) und MetroBank. Auf Siquijor sind jedoch die Automaten dieser Banken begrenzt und zu unserem "Glück" hatte die PNB technische Probleme weshalb die Automaten auf der gesamten Insel nicht funktionierten. In der Ortschaft mit dem selben Namen wie die Insel selber - Siquijor - haben wir glücklicherweise den einzigen "MetroBank"-ATM der Insel gefunden - BancNet gibt es nur im Süden - welcher uns doch noch mit frischem Bargeld versorgt hat.

Gegenüber haben wir dann unser Frühstück zu uns genommen. "JolliBee" heißt die wohl einzige Imbiss-Kette auf den Philippinen, dessen Logo ein freundlich aussehender Marinenkäfer mit Chefkochmütze darstellt. "JolliBee" wird auch als "McDonalds" der Philippinen bezeichnet und auch das Innenleben der Filialen erinnert daran. Moderne digitale Schalter an denen von uniformierten Mitarbeitern Bestellungen aufgenommen werden. Leuchtende Reklametafeln für die Gerichte unterhalb der Decke hängend. Doch unterscheidet sich "JolliBee" von "McDonalds" in einem Punkt: Hier sind Burger nur die Gerichte um eine kleine Niesche an Nachfrage abzudecken. Hier werden Gerichte mit Reis und Hühnchen serviert - anstatt zuckerhaltiger Softdrinks gibt es echten, gepressten Ananassaft dazu. Lediglich gewöhnungsbedürftig ist das Reis in Papier verpackt wird, äußerlich nicht von unseren "Hamburger / Chesseburger" zu unterscheiden, lediglich die orange Schrift auf dem weißen Papier mit der Aufschrift "Rice" macht den Unterschied, neben dem Inhalt natürlich.

 

Anschließend haben wir das sog. "Butterfly Sanctuary" besucht. Der kleine Schmetterling-Park ist abseits der Ortschaft gelegen da er von einem Einheimischen betrieben wird - in seinem "Garten". Dafür das er die Voliere selber baut ist die Voliere liebevoll gestaltet und sehr sauber. Neben den riesigen, gesunden Schmetterlingen lassen sich an den Pflanzen auch Kokons, Raupen und andere Insekten finden. Der Eintritt kostete 100 Pesos über die man aber hinweg sehen kann wenn man sich mit dem Betreiber unterhält und merkt mit welcher Leidenschaft er diesen kleinen Park baut und gerne weiter ausbauen würde. 

 

Da wir uns zeitlich leider verschätzt haben, haben wir daraufhin die Tour für den Tag unterbrochen und uns auf den Rückweg gemacht. Sind auf dem Rückweg allerdings noch an einem kleinen Straßenstand hängen geblieben bei dem es die Nachspeise "Halo-Halo" gibt, was übersetzt "Mischmasch" oder "Durcheinander" bedeutet. Es handelt sich dabei um ein Glas welches mit Früchten, Kondensmilch, Kokosmilch, Wassereis, Milcheis, Süßigkeiten, Cornflakes bis hin zu süßem Mais, Mungobohnen... alles eben was der Zubereiter eben gerade da hat wird mit der Milch und dem Eis im Glas geschichtet aufgefüllt. Gegessen wird es wie der Name schon vermuten lässt, durcheinander. Von jedem mal ein bisschen. Oder Zusammen.

 

Am Abend haben wir noch ein Glas "Tanduay Rum" mit Cola & Sprite getrunken. Die Filipinos sind stolz auf diesen Rum, der im Land hergestellt wird und stolze 80% Alc. enthält. Ein halber Liter Rum ist günstiger als ein halber Liter Wasser! Schmeckt aber, wenn er gut dosiert wird.

Tag 4

Neuer Tag - neuer Versuch. Heute starteten wir erneut den Versuch die gesamte östliche Seite der Insel abzufahren bis in den Süden zu den "Cambugahay Falls" (Wasserfälle) die von unserer Unterkunft rund 30km entfernt liegen. Es handelt sich um ein dreistufigen Wasserfall, der nach der letzten Stufe ein Staubecken aufweist wie die "Lugnason Falls" (siehe Tag 2, Siquijor) welches an der tiefsten Stelle rund 15 Meter tief ist. Durch die Tiefe des Beckens sind rund um das Becken im Laufe der Zeit Sprungtürme in den Baumkronen errichtet worden um von dort ins kühle Nass zu springen. Leider war der Wasserfall heute Morgen, vermutlich bedingt durch die Tatsache das die Filipinos Ferien haben, schon stark besucht, sodass ein Baden im Becken kaum möglich war.

Also haben wir uns kurzum entschieden zum "schönsten Strand Siquijors" zu fahren: Kangusan Beach

"Der schönste Strand" - diesen Titel bekommt er von vielen Reisenden die über Ihre Reise berichten. "Lange weite, weiße Küstenverläufe, kristallklares Wasser,..." all das sind Beschreibungen die man über diesen Strand ließt. 

Die merkwürdigen Blicke von den Einheimischen in dem kleinen Dorf welches man durchqueren muss um zum Zugangsweg des Strandes zu gelangen haben uns in diesem Fall leider nicht abgeschreckt. "Privat Area! Do not Enter!" stand auf dem kleinen Schild welches an dem Holzzaun hing, welcher den Zutritt zum Strandgelände versperrt. Geschlossen. Oder verkauft. Niemand weiß genau weshalb der Strand geschlossen ist, aber Einheimische Vermuten das durch Bestechungsgelder ermöglicht wurde das Gelände zu kaufen und dort in nächster Zeit der Bau eines Luxus-Resorts beginnt.

Blöd gelaufen.

 

Auf zum nächsten Strand: Salagdoong Beach.

Der Strand liegt ebenfalls hinter einem abgezäunten Bereich, der aber von der Regierung betrieben wird. Ein kleines Eintrittsgeld muss gezahlt werden, dafür ist die Anlage aber auch mit überdachten Steintischen und sogar einer Rutsche, welche von den Klippen ins Meer führt, ausgestattet. Der gesamte Abschnitt macht einen super Eindruck. Das Wasser ist heute leider nicht klar genug um Schnorcheln zu können da der Wellengang auf der gesamten Insel zu stark ist wodurch der Meeresboden aufgewirbelt wird. Dennoch ist das Wasser erfrischend und läd zu einem Bad ein. Auch hier sind die Filipinos in ausreichender Zahl vorhanden. Sie machen ein Picknick mit der gesamten Familie an den Stränden zwischen den Klippen, sind dabei aber, wie bisher überall im Land sehr freundlich und zuvorkommend.

 

Sollten die Welle morgen ruhiger sein, werden wir morgen nochmals hinfahren zum Schnorcheln, da die Bereiche um die Felsen und an den  Klippen recht interessant aussahen und in einen MarinePark übergehen.

Und falls wir morgen wieder bis dort fahren und das Wasser trüb ist: Ein Abenteuer ist uns immer sicher. Tanken. Hier auf Siquijor ist es, zumindest mit einem Roller, sinnvoller am Straßenrand aus 1L Coca-Cola-Glasflaschen zu tanken, die von Einheimischen an kleinen, selbst zusammen gezimmerten Holzbüdchen verkauft werden, anstatt eine Tankstelle anzufahren, von welchen es nur 2-3 auf er gesamten Insel gibt.

Tag 5

Der letzte Tag auf Siquijor. Der Tag war ursprünglich als "Puffer" eingeplant, falls wir irgendwo ungewollt festhängen oder mal einen Bus, Fähre oder Flug verpassen. Also haben wir den heutigen Tag zum entspannen genutzt und um nochmals die Unterwasserwelt auf Siquijor ein wenig zu erkunden und uns am Strand die Sonne auf das weiße, deutsche Fleisch scheinen zu lassen. Ein wenig Farbe wollten wir schließlich auch aus dem Urlaub mitbringen ;-)

Bedingt durch die Tatsache das oft von Diebstählen an den Stränden berichtet wird und wir heute zusammen schnorcheln wollten, haben wir zudem auf sämtliche Kameras und Co. verzichtet und haben den Tag am Paliton Beach, welcher uns, auch wenn er recht klein ist, am besten von den Stränden auf Siquijor gefallen hat. Der Wellengang war heute auch wieder sehr ruhig, das Wasser wieder kristallklar. 

Am Paliton Beach kann man sich rund 80-100 Meter vom Strand ins Meer begeben und kann trotzdem noch den Grund sehen - so sauber ist das Wasser und so seicht fällt die Küste ab.

Mit ausreichend Sonnenbrand (trotz LSF 50+) haben wir uns zu einem kleinen Lokal, welches sich wenige hundert Meter neben unserer Unterkunft befindet, um dort unser Abendessen zu genießen. Das kleine "Ayans Local Food" wird von einer jungen Filipinodame betrieben, die ihre Gerichte mit frischen Zutaten und Kräutern aus ihrem eigenen Garten zubereitet. Neben Papayabäumen und Bananenpalmen finden sich hier diverse Kräuter und sogar Hühner von denen sie Eier und natürlich Fleisch bezieht. Wir haben uns für Gerichte der philippinischen Küche entschieden und "Banana Blossom" und "Utah Nanga" entschieden, die beide sehr lecker waren. 

 

Heute gibts mal keine Fotos, eben weil wir keine Kamera dabei hatten. 

Morgen früh nehmen wir die Fähre nach Bohol wo wir dann erneut mehrere Tage verbringen werden bevor wir nach Manila reisen.